Madita Oeming liest aus „Aufgeklärt statt aufgeregt“
Lesung und Fachworkshop mit Madita Oeming: Orientierung in der digitalen Pubertät
Wie gehen Eltern und Fachkräfte damit um, wenn Kinder und Jugendliche im Netz mit Sexualität konfrontiert werden – oft früher und ungefilterter, als vielen lieb ist? Antworten darauf gibt Madita Oeming Anfang März bei zwei Veranstaltungen in Kooperation mit der Stadtbibliothek, dem Förderverein der Stadtbibliothek, der VHS vor Ort und der Gleichstellungsstelle der Stadt Salzkotten.
Am Mittwoch, 04. März 2026, um 19.00 Uhr liest Madita Oeming in der Stadtbibliothek aus ihrem aktuellen Buch „Aufgeklärt statt aufgeregt. Was Eltern heute brauchen, um ihre Kinder durch die digitale Pubertät zu begleiten“. Darin verbindet sie wissenschaftliche Erkenntnisse mit alltagsnahen Beispielen und richtet sich vor allem an Eltern, die Orientierung im Umgang mit Smartphones, Social Media und sexualisierten Inhalten suchen.
Madita Oeming ist Kulturwissenschaftlerin, ausgebildete Sexualpädagogin und eine der profiliertesten Expertinnen für digitale Sexualität in Deutschland. Sie bildet bundesweit Fach- und Lehrkräfte fort, publiziert international und koordiniert aktuell an der Universität Gießen ein Forschungsprojekt zu sexueller Medienkompetenz. Neben ihrem Sachbuch „Porno. Eine unverschämte Analyse“ (2023) erreicht sie mit dem Instagram-Kanal @wissenstattscham ein breites Publikum.
„Bibliotheken sind längst Orte gesellschaftlicher Debatten und Bildung über alle Generationen hinweg“, sagt Maike Sprenger, Leiterin der Stadtbibliothek Salzkotten. „Mit dieser Lesung möchten wir Eltern stärken und ihnen fundiertes Wissen an die Hand geben. Uns ist wichtig, ein Thema aufzugreifen, das viele Familien beschäftigt, über das aber oft zu wenig sachlich gesprochen wird.“
Ergänzend zur Lesung findet am Donnerstag, 05. März von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr, ein Workshop für Fachkräfte in der VHS vor Ort in Salzkotten statt. Unter dem Titel „Digitale Jugendsexualität – Warum sexuelle Medienkompetenz schützt“ richtet sich das Angebot ausschließlich an pädagogische und beratende Fachkräfte. Ausgangspunkt ist die Realität, dass rund drei Viertel der Zehn- bis Zwölfjährigen heute ein eigenes Smartphone besitzen und damit oft allein im Internet unterwegs sind.
„Sexuelle Medienkompetenz hilft, Kinder und Jugendliche vor digitalen Grenzverletzungen zu schützen“, betont Markus Krick, Leiter der VHS vor Ort. „Im Workshop mit Madita Oeming geht es nicht um Verbote, sondern um einen kompetenzbasierten Ansatz nach dem Prinzip ‚begleiten statt verbieten‘,“ ergänzt Insa Burmann aus dem pädagogischen Team der VHS. Fachlicher Input, Austausch und Selbstreflexion werden dort eng miteinander verbunden.
Auch aus gleichstellungspolitischer Perspektive sei das Thema hochrelevant. Miriam Arens, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Salzkotten, erklärt: „Digitale Räume sind Teil der Lebensrealität junger Menschen. Aufklärung, Prävention und eine offene Gesprächskultur sind entscheidend, um sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch frühzeitig entgegenzuwirken.“
Karten für die Lesung sind in der Stadtbibliothek Salzkotten und in der Buchhandlung NicoLibri erhältlich (10 Euro im Vorverkauf, 12 Euro an der Abendkasse).
Anmeldungen zum Workshop erfolgen über die VHS vor Ort. Der Workshop für Fachkräfte kostet 39 Euro. Alle Hinweise zum Workshop und zur Anmeldung sind auf der Homepage der VHS vor Ort zu finden.

